Gua Sha


Gua Sha ist eine Hautschabetechnik, die im Rahmen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) unter anderem zur Anregung des Stoffwechsels, Beseitigung von Stagnationen und Schmerzen im Bewegungsapparat und auch bei Erkrankungen der inneren Organe durchgeführt wird. Diese Technik kommt überwiegend auf dem Rücken, auf dem Gesäß und auf den Extremitäten zur Anwendung.

Dabei wird mit einem abgerundeten Schaber strichförmig Druck auf die eingeölte Haut ausgeübt, bis sich das sogenannte „Sha“ zeigt. Hierbei handelt es sich um lokale, d.h. im Bereich der Anwendung begrenzte und unter der Haut liegende kleine bis mittelgroße punktförmige Einblutungen. Diese Hautzonen und tieferen Gewebeabschnitte werden dadurch verstärkt durchblutet, der Stoffwechsel angeregt und Stagnationen gelöst. Oft wird nach der Behandlung eine wohltuende Wärme und Entspannung empfunden.
Bei starken Verspannungen kann die Technik als schmerzhaft empfunden werden. Bitte sagen Sie mir dann sofort Bescheid. Falls Ihnen die Technik zu unangenehm sein sollte, kann eine Schröpfkopfmassage passender sein.

Das Sha bildet sich meist innerhalb von 3 bis 5 Tagen zurück.
Die Haut bleibt während der Behandlung intakt, d.h. es entstehen weder Wunden noch offene Abschürfungen.
Nach der Gua-Sha-Behandlung sollte der behandelte Körperbereich bedeckt werden und Kälte, Hitze, Wind und Sonnenexposition sollten vermieden werden. Bei leichten muskelkaterartigen Empfindungen können lockere Dehnübungen hilfreich sein.

Pickel, Leberflecke und andere Hautunebenheiten werden bei der Behandlung ausgelassen.
Bei Verletzungen der Haut oder Hautausschlägen im zu behandelnden Bereich und während der Schwangerschaft sollte Gua Sha nicht angewendet werden. Auch die Einnahme blutverdünnender Medikamente kann eine Kontraindikation darstellen.